In diesem Jahr veranstaltet das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. den Weltspieltag am
Samstag, 13. Juni um 13 Uhr bis 16 Uhr in der Fußgängerzone unter dem Motto: „Spielen verbindet – auch digital! “.
Wir wollen mit unseren Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ auf die besondere Bedeutung des Gaming als wesentlichem Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen aufmerksam machen. Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und Jugendlichen und nach der UN-Kinderrechtskonvention ein ausgewiesenes Kinderrecht – auch in der digitalen Welt. Games sind fester Bestandteil einer Kinder- und Jugendkultur, die von Eltern sowie Fachkräften des Kinder- und Jugendmedienschutzes kritisch begleitet werden muss. Denn auch in digitalen Räumen gibt es Risiken, vor denen junge Menschen geschützt und über die sie aufgeklärt werden müssen. Gleichzeitig bieten Games vielfältige Potenziale, die gemeinsam erkundet werden können. Deshalb widmet sich der Weltspieltag (International Day of Play) diesem Thema und betrachtet Chancen und Möglichkeiten in digitalen Spielräumen.
„Kinder erforschen und begreifen unsere Welt mit allen Sinnen. Dabei ist es für ihre Entwicklung sehr wichtig, der spielerischen Auseinandersetzung und der kulturellen Bildung gleichermaßen Raum zu geben. Kinder haben ihre ganz eigene Herangehensweise an Kultur. Wenn Kinder selbst ausgedachte Choreografien einüben, Handpuppen bauen oder gemeinsam Musik machen, haben sie in erster Linie jede Menge Spaß. Dabei stärken sie ihre geistigen Fähigkeiten, ihre Kreativität und erleben Gemeinschaftsgefühl. Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass sie früh mit Kunst, Kultur, Spiel und Medien in Kontakt kommen. Dadurch lernen sie unterschiedliche Perspektiven kennen und können ihrer eigenen Position Ausdruck verleihen. Besonders für benachteiligte Kinder ist es wichtig, kulturell mitzuwirken. Das kann einen Weg aus der Armut bedeuten. Denn kulturelle Bildung bedeutet gesellschaftliche Teilhabe.
Die Städte in denen wir leben, werden immer weiter verdichtet. Ein Großteil der Flächen in der Stadt werden funktional genutzt durch Straßen und Parkplätze. Wir wollen am Weltkindertag 2025 in Fürth gemeinsam mit Kindern und Familien einige Ideen vorstellen, die zum Bewegungs- und Draußenspiel inspirieren. Dazu gestalten wir spannende und bunte Spiel- und Sportstationen für die ganze Familie. Zur Eröffnung planen wir für die Kinder eine Clown-Show mit dem beliebten Stefan Eichbauer mit dem Spaßkoffer und inspirierenden Tanzbeiträge der Flamenco Kindergruppe Madema.
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. feiert den Weltspieltag in Fürth, jeweils am Samstag, vor oder nach den Pfingstferien zum 28.05.
Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
(Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention)
Die UN-Kinderrechtskonvention betont den Wert des Spiels und Spielens für jedes Kind. In der Realität zeigt sich aber nach wie vor ein deutliches Umsetzungsproblem! Für Kinder ist das selbstständige Erkunden der häuslichen Umgebung oder ein gefahrloses Spielen schwieriger geworden. Natürliche oder gestaltbare Freiflächen sind rar oder weit entfernt. Diese Situation gilt es zu ändern!
Damit wollen wir als Partner im „Bündnis Recht auf Spiel“ https://www.recht-auf-spiel.de/ aufmerksam machen, dass spielende Kinder aus dem Stadtbild immer mehr verbannt werden. Neben der Dominanz des Autoverkehrs sorgen vor allem der Sanierungsstau auf Spielplätzen, der Rückbau von Spielflächen und die Verdrängung angeblich lärmender Kinder und Jugendlicher für Probleme. Um hier entgegenzuwirken und ein deutliches Zeichen für das Recht auf Spiel zu setzen, sind Kommunen, Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen aufgerufen, mit einer Aufmerksamkeit erregenden Aktion am Weltspieltag teilzunehmen.
