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Jahresbericht 2010

Vorwort

Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. legt seinen Jahresbericht 2010 vor. In diesem Bericht wird einerseits das Selbstverständnis des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. dargestellt, andererseits enthält der Bericht einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten.

Festgestellt werden kann an dieser Stelle:

  • Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat sich als anerkannter Träger der Jugendhilfe weiter etabliert.
  • Es ist den Verantwortlichen gelungen, den Gedanken des Netzwerkes profiliert zu differenzieren und weiterzuentwickeln.
 
der Verein
Aufgabe des Vereins
 
Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat – lt. seiner Satzung – sich die Förderung
  • der öffentlichen Gesundheitspflege
  • der Jugendpflege und der Jugendfürsorge
  • der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung
  • der Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Kinder- und Jugendhilfe

    vorgenommen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung
  • des europäischen Austausches in Bezug auf die Vereinszwecke
  • eines Informations- und Forschungsnetzes sowie eines Kontaktpools zum Thema  verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder auf lokaler, nationaler und  internationaler Ebene
  • der Projektarbeit für ADS / ADHS-Kinder
  • von kreativen, innovativen Bildungsprojekten
  • des ökologischen Bewusstseins und der Umweltbildung
  • die Errichtung eines Netzwerkes diverser Institutionen der Kinderbetreuungs- und Kinderhilfsorganisationen, mit dem Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt, Erhaltung und Ausbau positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien.
 Der Verein hat darüber hinaus das Ziel, ein Kinderbüro in Fürth zu installieren. Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich für die Ausarbeitung eines Konzeptes. Er unterstützt die laufende Arbeit des Kinderbüros im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Kinderbüro arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Fürth zu verbessern.Der Verein hat sich ferner zum Ziel gesetzt, neue Schul-, Lehr- und Lernformen zu fördern. Dazu zählen:
  • Kreative Bildungs- und Schulprojekte
  • Erlebnispädagogische Projekte
  • Umweltpädagogische Projekte
 Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die Finanzierung von Projekten im Rahmen seiner Möglichkeiten.Der Verein kann außerdem zur Umsetzung des Vereinszwecks Gesellschaften, Organisationen oder/und Einrichtungen schaffen sowie weitere Projekte mit Kindern fördern, mit anderen Partnern gemeinsam betreiben oder von anderen betreiben lassen. Er kann zur Förderung dieser Arbeit Fremdmittel und Eigenmittel einsetzen. Die Arbeit des Vereins soll ethisch, wissenschaftlich und fachlich begründet sein und dem Stande der wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnisse entsprechen. Der Verein arbeitet auf überparteilicher und überkonfessioneller Grundlage.Der Verein ist gemeinnützig tätig. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe ist er Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Vorstand
Der satzungsgemäße Vortand des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. besteht aus
der ersten Vorsitzenden, Maria Fontana-Eberle,
dem zweiten Vorsitzenden, Hayo Keckeis
dem dritten Vorsitzenden, Manuela Fazzi
der Schriftführerin Lisa Schenke
dem Schatzmeister Benedetto Fontana
 
Struktur
Der Verein ist aufgrund neuer, aktiver Mitglieder (vergl.  § 7 der Satzung) dabei, sein Selbstverständnis als Netzwerk stärker auszuprägen. Die Arbeit des Vereins gliedert sich derzeit in 4 Referate:
  • Referat Kinderpolitik
  • Referat AD(H)S & Co   
  • Referat Bildung & Kultur   
  • Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit   

    Das Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit bestimmt zu wesentlichen Teilen die Arbeit des Vorstands.
 
das Büro
 
Der Verein bezieht im Februar das neue Büro in der Würzburger Str. 4, 90762 Fürth in Kooperation mit dem Tanzstudio Taktgefühl.
Das Büro ist Dienstag bis Mittwoch und Freitag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.
Über die Agentur für Arbeit Fürth und KBI wird eine Mitarbeiterin im Bürodienst bis Juli finanziert – ab September wurde uns eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Büro Zentrum Aktiver Bürger vermittelt

Referat  AD(H)S & Co
Das Forum ADHS & Co wurde unter Federführung von Maria Fontana-Eberle weiter forciert mit dem Ziel, ein Netzwerk für Fachleute aus Therapie, Pädagogik, Erziehungswissenschaft und Medizin aufzubauen. Zu diesem Zweck wurde die Kooperation mit der Sinn Stiftung zur Förderung des Projektes ‚Gemeinsam wachsen’ gewonnen. Eine weitere Vision von Maria Fontana-Eberle ist die Realisierung des Pilot- und Modellprojektes mit Evaluation für betroffene Kinder mit ADHS Diagnose im ihre Familien. Das Projekt richtet sich an 12 Grundschulkinder und deren Eltern. Die Kinder werden in der Schule von den Lehrern als massiv verhaltensauffällig (Lese-Rechtschreibschwäche, Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsschwäche, Probleme im koordinatorischen Bereich, körperliche Unruhe) mit Verdacht auf AD(H)S beschrieben; der Schulerfolg ist dadurch gefährdet und eine Integration in die Klassengemeinschaft ist brüchig. Beobachtungen der Eltern ergänzen die Beobachtungen der Lehrkräfte. Die Kinder kommen aus der Stadt Fürth bzw. besuchen in Fürth die Grundschule.

Kinder mit einer festgestellten AD(H)S-Diagnose und einer laufenden Medikamentation werden nicht in das Projekt aufgenommen.
Zur Förderung hat sich das Team der ‚AG Gemeinsam wachsen’ über eine Kooperationspartnerschaft mit der Sinn Stiftung ausgetauscht und streben eine gemeinsame Netzwerkarbeit an. Dipl. Päd. Alexandra Szymaniak hat die pädagogische und Maria Fontana-Eberle die organisatorische Projektleitung inne – im Projekt sind neue aktuelle Elemente im Bereich der Diagnostik integriert.
Dr. med. Hans-Jürgen Menges, Allgemeinarzt; Alexandra Szymaniak, Diplom Pädagogin, Lerndiagnostik; Christine Von Carnap-Quernheimp, Grundschullehrerin und Lerntherapeutin, Maria Fontana-Eberle, Anwaltsfachfrau und Kinder Yoga Lehrerin und Entspannungstrainerin.

Das Projekt hilft Eltern in der Stärkung ihrer Erziehungskompetenz und bietet für sie und ihre Kinder ein entsprechendes Training an. Eine mit unabsehbaren Folgen verbundene Medikamentation soll erfolgreich verhindert werden.

Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass in einer sehr konzentrierten Aktion das gesamte Familiensystem einbezieht und auf eine Unterstützung durch Psychopharmaka bewusst verzichtet.

Seit 2010 pflegen die Projektleiter die Kooperation mit der Sinn Stiftung München und engagieren sich bundesweit für die Vernetzung.
Das Projekt ist – über die Netzwerkarbeit des Trägervereins – in einen Dialog mit anderen Beratungsstellen eingebunden; ein Informationsaustausch ist gewährleistet. Dies trifft auch auf den Kontakt zu den Lehrkräften zu, in deren Klassen die Kinder unterrichtet werden.
 
Osterferienprojekt 29.03. bis 01.04. Foto ‚Kinder in Bewegung’
Fotokunstprojekt über Fürther Motive und bunte Spielorte der Innen-, Süd-, Weststadt sowie Lesung über Fürther Geschichte und Geschichten

Sieben Kinder waren während der Osterferien 2010 eine Woche als Foto-Kunst-Experten unter Anleitung der Fotografin Susa Schneider unterwegs, um die Stadt zu erkunden.

Das Anliegen des Konzeptes war, Kinder für ihre Umwelt zu sensibilisieren, ihre Sinne zu aktivieren und dabei Auffälligkeiten an Gebäuden, Orten, Objekten, zum Beispiel Ornamente, Figuren, Symbole, Plätze oder Architektur zu fotografieren.

»Unsere Sinne verkümmern durch die moderne Technologie immer mehr. Deshalb lag der Projektlung Maria Fontana-Eberle am Herzen, Projektideen für Kinder zu entwickeln, die ihre Sinne aktivieren können«

Die Kinder suchten als Fototeam mit Begeisterung die Quartiere der Fürther Innen-, Süd- und Weststadt auf, um bunte und kreative Spielorte sowie skurrile Kunstmotive zu entdecken.


Interaktive Aktion

Die Kinder hatten die Aufgabe, zu 64 Fürther Memory Motiven die entsprechenden Paare zu bilden und die Fotos auf einer bunten Fürther Karte nach Stadtteilen zu ordnen.

Zu den Motiven gab es eine Lesung über Geschichten und Geschichte Fürths – die Kinder sollten dazu 10 Quiz-Fragen beantworten. Bei voller Punktzahl erhielten die Gewinner Gutscheine über diverse Eintrittsmuseen im Fürther Stadt und Landkreis.

Die Fotoausstellung wurde am 01.04.10 durch Herrn Bürgermeister Markus Braun im Ludwig Erhard Stadtmuseum während der gesamten Kinderkulturwochen eröffnet. Aufgrund der guten Resonanz der Grundschulen wurde die Vernissage bis einschließlich Ende März 2011 verlängert.

Maria Fontana-Eberle
Konzeption/Projektleitung

12. Mai     Gesunde Schule – Fit in den Tag

Gesundheitstag an der HS Schwabacher Straße in Kooperation mit REWE Märkte Fürth Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. macht sich stark für eine gesunde Bildungspolitik.
Mit Kooperationspartnern, wie die Grund- und Hauptschule Schwabacher Straße, REWE Märkte Fürth und das Sportamt iniziierte und konzipierte das Netzwerk eine nachhaltige Auftaktveranstaltung zum Spektrum Übergang Schule und Beruf.
Am 12. Mai starten sie mit dem ersten Modul ‚Gesunde Schule – Fit in den Tag’ für Schüler der Grund- und Hauptschule Schwabacher Straße.  
‚Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern setzen wir auf eine ganzheitliche Bildungspolitik: Freude am Lernen und am gemeinsamen Gestalten, gesunde Ernährung, Spaß am Sport und Spiel, Teamgeist und kreatives Handeln sind für uns wichtige Kriterien zur Gestaltung einer gesunden Bildungspolitik“, so die Vorsitzende Maria Fontana-Eberle.
Bei der Konzeption achteten die Projektpartner auf die bunte Gestaltung diverser Erlebnisstationen: Die Schüler erfahren und erleben Vieles über gesunde Ernährung, vom Pausebrot bis zum Fitness-Getränk. Das Netzwerk plant das Projekt auch als Modul für Multiplikatoren an Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kindergärten und Schulen zu konzipieren.
Der Sinnesparcours Fit in den Tag schärft ihre Sinne, ihre Wahrnehmung, stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwert sowie ihr Körperbewusstsein durch gesunde Ernährung, Jonglage, Yoga und diverse Geschicklichkeitsspiele.
Durch Sport und Spiel, z.B. Basketball erfahren die Schüler Werte, wie Teamgeist und schulen gleichzeitig ihre Persönlichkeit, die ein wirksames Schild gegen die Bedrohung durch Gewalt und Mobbing sowie Alkohol sein können, so Maria Fontana-Eberle.

"Sport begeistert! Und dabei geht es nicht nur um Talent und körperliche
Fitness, sondern auch um Emotionen. Sport vermittelt Schülern,
dass das Kräftemessen auch fair ausgetragen werden: Fair Play, Respekt und das soziale Miteinander fördern und einen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten, damit Schüler in ihrer Entwicklung gestärkt werden, ist unser Fokus bei der Gestaltung von Bildungspolitik.

"Ich freue mich besonders über die Unterstützung von ‚Gesunde Schule - Fit in den Tag’ durch REWE Märkte Fürth, Herrn Kassel und Frau Gündel sowie der Schulleitung Frau  Götz und Herrn Ort sowie dem Lehrerkollegium, so die Initiatorin Fontana-Eberle.

 Durch die Konzeption von ‚Gesunde Schule – fit in den Tag“ fördern wir den Kontakt zwischen Schulen, Vereine und der Wirtschaft und tragen damit zum Entstehen lokaler Netzwerke für eine gesunde Bildungspolitik bei", sagt Maria Fontana-Eberle.
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. engagiert sich stets für die Konzeption gesundheitsfördernder Projekte für Kinder und Jugendliche sowie für die Gestaltung von Spiel-  und Sportangeboten im öffentlichen Raum, und zwar im gesamten Stadtgebiet.
Den Projektpartnern liegt am Herzen, dass auch bereits vorhandene Ressourcen genutzt werden. Deshalb haben sie bei der Konzeption den Fitness-Spielplatz als Übungsstation integriert, das im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt mit insgesamt rund 45000 Euro gestaltet wurde und leider von Jugendlichen kaum bis gar nicht wahrgenommen wird.
Demnach hat die Vorsitzende zur raschen Realisierung einer Fitness-Strecke, optimal auch zum Training von begeisterten Marathon-Läufern, mit Herrn Bernd van Trill, Organisation des Fürther Marathons beim Sportamt, diverse Laufstrecken am Wiesengrund für Schüler in der Südstadt sowohl für den Schulsport als für ihre Freizeit konzipiert, die am Aktionstag mit den Schülern neben dem Fitness-Spielplatz besichtigt und zum Teil getestet werden.
 Die Vorsitzende sieht in der Folge eine wichtige Aufgabe von Politik und Stadtplanung. So könnten, bei der Verkehrsplanung Wege neu definiert werden und bei vielen Vorhaben – etwa bei Grünplanung – von vornherein Belange von Bewegung und Sport für alle Stadtquartiere, mit einbezogen werden.
 Es gehe nicht primär darum, spezialisierte Flächen für einzelne Sportarten auszuweisen. Es seien flexible Nutzungsflächen zu gestalten, die ein individuelles Ausleben von Interessen und Bedürfnissen ermöglichen.
 Kinder und Jugendliche brauchen frei zugängliche Flächen der Bewegung in der Schule und in der Nähe ihres Wohnortes.
Das Profil Fürths als lebenswerte und gesunde Stadt entstehe vor allem dort, wo kleinteilig und wohnungsnah städtische Räume zur Verfügung stünden.
28. Mai         Weltspieltag an der Fürther Freiheit 
Unter dem Motto ‚Achtung: Laute(r) Kinder!’
 
Am 28. Mai ist Weltspieltag! Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. ruft in Fürth zur Beteiligung auf! Als Mitglied im Bündnis Recht auf Spiel zum diesjährigen Motto hat sich das Netzwerk in Fürth was Besonderes ausgedacht:
An der Kleinen Freiheit, findet von 14 bis 16 Uhr - am Schönen Brunnen neben einem Trommelworkshop in Kooperation mit Afrikanisch Trommeln ein Parcours mit spannenden Geschicklichkeitsspielen statt. Die Kinder werden auf der Fürther Freiheit Seile spannen und eine Ausstellung zum Thema ‚Recht auf Spiel’ gestalten.
Was wünschen sich Kinder eigentlich? Fotos und persönliche Interviews von Kindern werden Antworten suchen und finden. Die Dokumentation dieser besonderen Wunschliste wird an Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zurKindersprechstunde am 16.06. um 14 Uhr  übergeben.
„Kinder verschwinden zunehmend aus dem öffentlichen Raum, dort, wo sie lautstark ihrem Spieldrang nachgehen, geraten sie in Konflikt mit ruhebedürftigen Erwachsenen,Verbotsschilder nehmen ihnen die letzten Freiflächen. Deshalb ist eine öffentliche Aufmerksamkeit für das Recht auf Spiel dringend notwendig“, so Holger Hofmann,Spielraumexperte beim Deutschen Kinderhilfswerk.
Schon über 50 Aktionen, über das gesamte Bundesgebiet verteilt, haben sich für den Weltspieltag angemeldet. Das Netzwerk Kinderfreundlich Stadt e.V. macht sich auch inFürth stark für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. So initiierte das Netzwerk im Jahr 2005 den Weltkindertag in Fürth und startet auch mit dem Weltspieltag eine für Kinder und Jugendliche wichtige Veranstaltung und freut sich über weitere Beteiligungen von Kindertagesstätten, Schulen, Initiativen und Jugendeinrichtungen, aber auch von Einzelpersonen sowie Elterninitiativen und Nachbarschaftsinitiativen. Die Aktion sollte Aufsehen erregen und zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen. Auf der Website www.nwkfs.dekönnen sich die Initiativen und Einrichtungen beim Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. für die Aktion anmelden. ‚Kinder brauchen Platz und Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung und um zu lernen. Über das Spiel entwickeln sie motorische Fähigkeiten und eignen sich soziale Kompetenzen an‘, so die Vorsitzende Fontana-Eberle. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im Bündnis Recht auf Spiel, wie das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V., die Bedeutung des Spiels für Kinder ins Bewusstsein rufen und mehr Akzeptanz für spielende Kinder fördern.
Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von zahlreichen Verbänden und Einzelpersonen.
Sie wünschten sich Volleyball-Felder sowie im Sommer Wasserspiele und eine Verlängerung der Spielzeit an Spielplätzen bis 21 Uhr.
Ferner wünschen sich Kinder an der Gestaltung der Spielplätze partizipieren zu dürfen, damit Spielplätze für alle Kinder zum wahren Spielerlebnis werden.
 
16.06.    Übergang Schule und Beruf  - Hilfe aus dem Netz
 
 Bildungspartner bauen ein Netzwerk zum Spektrum Übergang Schule und Beruf  „Schüler stärken“
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. macht sich stark für eine gerechte und gesunde Bildungspolitik.
Gemeinsam mit verschiedenen Bildungspartnern aus der Wirtschaft, wie REWE Märkte Fürth und Der Beck GmbH sowie aus der Grund- und Hauptschule Schwabacher Straße, der Wirtschafts- und Realschule Hans-Böckler und ab dem Schuljahr 2010/2011 aus dem Schliemann Gymnasium und der FOS und aus Verbänden startet das Netzwerk ein Medienprojekt mit Schülern und Studenten zum Spektrum Übergang Schule und Beruf.
 Schüler und Studenten gestalten eine Plattform mit dem Ziel, ein intelligentes und buntes Netzwerk mit Bildungspartnern aus der Metropolregion Mittelfranken zu bauen.
 
Die Besonderheit dieses Projektes ist die Partizipation von Schülern und Studenten unter Anleitung von Sozialpädagogen, Peter Sterl, von Informatikstudenten, Josh Erich sowie Projektmanagerin, Maria Fontana-Eberle; wir möchten Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft mit Schulen intelligent miteinander vernetzen.
 Durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft werden die Schüler im Rahmen von Projekttagen effizient zum Bewerbungstraining sowie zur Führung von Bewerbungsgesprächen und zum Erwerb von sozialen Kompetenzen geschult. Die Schüler lernen unter Anleitung von Experten aus der Wirtschaft Bildungsprojekttage zu organisieren, die zur Vermittlung von Praktikums- und Ausbildungsstellen führen und ihre Persönlichkeitsentwicklung stärken.
 Am 17. März startete das Netzwerk mit Workshops an der HS Schwabacher Straße und an der Wirtschafts- und Realschule Hans Böckler das zweite Modul ‚Gesunde Schule – Fit für den Beruf’ und präsentieren die komplett von Schülern und Studenten gestaltete Website www.jugendbildung-fuerth.de
 Unzureichende Bildung kann teuer werden! Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm warnt vor Folgekosten unzureichender Bildung.
Bildungspannen sind teuer! "Sitzenbleiben" kostet z.B. die Bundesländer jährlich knapp eine Milliarde Euro. Weitere 2,6 Milliarden Euro verschlingen Förderschulen. Und auch Eltern zahlen drauf: jährlich bis zu 1,5 Milliarden für teure Nachhilfe. Geld, das sinnvoller ausgegeben werden kann, findet der Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm - nämlich für mehr Lehrer, bessere Betreuung und gezielte Förderung.
Die Schulen müssen die Möglichkeit erhalten, zeitliche Freiräume zu schaffen, um individuell helfen zu können. Im Vormittagsunterricht bleibt keine Zeit, sich mit einzelnen Schülern zu befassen. Man braucht Ganztagsschulen mit ganzheitlichen Ansätzen, so Vorsitzende Maria Fontana-Eberle.
Laut Statistik bleiben die meisten Kinder in der Realschule sitzen, in der Grundschule am wenigsten.
 
18. Juli -  6. spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen zugunsten des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt

6
. spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen zu Gunsten des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.  1000 Jubiläums-Enten wurden von der Fa. REWE gesponsert. Wegen des großen Andrangs wurden die Enten erst kurz nach 14 Uhr von der DLRG am Engelhardtsteg zu Wasser gelassen. Mehr als 1.000 Besucher säumten die Strecke um Ihre flinken Favoriten auf der Pegnitz lautstark anzufeuern.
 Das lustige Spektakel wurde von unserem begeisterten Nachwuchs-Sport-Moderator (Schüler des Hardenberg Gymnasiums) Adrian Roser, der extra für das Rennen eingeflogen war und am Ufer für gehörige Stimmung sorgte, kurzweilig und frisch kommentiert. Die DLRG sicherte mit einem 20köpfigen Einsatzteam den Fluss und installierte am Karlsteg eine Schleuse, die immer nur von einer Ente passiert werden konnte.
Das vielseitige Gastronomieangebot an der Uferpromenade erfreute offensichtlich alle Familienmitglieder - ob an der Gyros-/ Bratwursttheke oder an der Panini-Bar, am italienischen Eisstand aus eigener Produktion oder am Kuchen- und Kaffeebüffet: das Sortiment erreichte die Herzen der Kleinen und der Großen Entenliebhaber. Der Renner was dieses Jahr das Kaffee- & Kuchenbüffet sowie die Brat- und Steackangebote-
Auf der Wiese der Uferpromenade konnten sich die Kinder während und nach dem Rennen in der Spiellandschaft austoben – von der Hüpfburg bis zum Riesen-Trampolin und Kinderschminken sowie Koordinationsspielaktionen war die Veranstaltung für die Kleinen Spaß pur!
Nach ca. 45 Minuten schwamm die Startnummer 449 erfolgreich als Erste ins Ziel und sicherte ihrem Besitzer eine Nintendo Konsole im Wert von 350,- €, gestiftet von der Fa. Saturn. 2. Preis Kinderfahrrad von der Fa. Stadler und ein Wochenende mit dem VW Tiguan von der Fa. Pillenstein. Zudem winkten jede Menge hochwertige Sachpreise, Einkaufs-Gutscheine und Eintrittskarten von unseren freundlichen Sponsoren im Gesamtwert von über 2.000,- € sowie weitere Trostpreise für die kleinen Entenbesitzer.
Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung fließt auch dieses Jahr in die umfangreiche Vereins- und Projektarbeit des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. und somit in die Förderung und Stärkung von Kindern und deren Recht auf individuelle Entfaltung. Die inzwischen durchaus bekannte Veranstaltung fand in den Fürther Nachrichten positive Erwähnung als 'Klassiker im Festivalablauf’ (siehe dazu auch PRESSE).
 
19. bis 23. Juli    Skulpturen zu den Kinderrechten -  Kinderrechteweg

Das Kind müsse im Mittelpunkt stehen! In Deutschland hingegen stehe das Ziel, eine homogene Lerngruppe zu haben, im Mittelpunkt. Wer dem nicht nahe kommt, wird weggeschickt!
Nach wie vor gibt es in Deutschland zu viele junge Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, die Ausbildung abbrechen, keinen Berufsabschluss erlangen und arbeitslos sind. Die vorhandenen Angebote erreichen viele Jugendliche häufig gar nicht, sie steigen aus. Diese Ausstiege erfolgen oft an der Schwelle von der Schule in die Ausbildung.
Das Netzwerk engagiert sich stets für eine gerechte und gesunde Bildungspolitik, die Freude am Lernen und am gemeinsamen Gestalten vermittelt sowie eine gesunde Ernährung, Spaß am Sport und Spiel, Teamgeist und kreatives Handeln“ zur Stärkung des Selbstwertes von Schülern - so kann Schule gelingen!, davon ist Vorsitzende Maria Fontana-Eberle überzeugt.
Eine Ausstellung von Skulpturen soll auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Die Kinder und Jugendlichen der Stadt fordern das, was ihnen zusteht - mit den Mitteln der Kunst. Zum Thema «Kinderrechte ins Grundgesetz» haben sie zwei Metallskulpturen angefertigt, die am Weltkindertag, 18.09.10 mit einer Projektdokumentation präsentiert werden. Die Werke werden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet platziert. Schon während einer Projektwoche im Juli suchten sich die Kinder in einzelnen Gruppen jeweils ein Kinderrecht aus den Vorgaben der Menschenrechtsorganisation Unicef aus und sammelten anschließend ihre Ideen dazu mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte Frau Andrea Reinhardt von der GS Adalbert-Stifter und Frau Ghazala Chaudhri vom Schliemann Gymnasium. Aus diesen Ideen fertigten die Kinder und Jugendlichen dann unter der Anleitung des Bildhauers Thomas Dade die zwei geschweißten Metallskulpturen. «Dazu war die Gruppenarbeit und der Austausch im Plenum notwendig und für alle sehr bereichernd», erklärt Maria Fontana-Eberle, die Projektleiterin des Netzwerks.
Kinderfreundlichere Stadt
Schirmherrin und Sponsorenpartnerin des Projekts ist Petra Beck, Geschäftsführerin der Bäckerei «Der Beck» und Vorsitzende der bäckereieigenen Kinderfonds-Stiftung. Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. unterstützt ferner das Projekt aus Spenden der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die durch Geldstrafenschuldnern gefördert werden. Die Kunst der Kinder soll helfen, das Thema der Kinderrechte nachhaltig in der Stadt bekanntzumachen und dadurch eine kinderfreundlichere Stadtentwicklung zu ermöglichen.
Dabei dient die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen als Grundlage. «Die Interessen von Kindern und Jugendlichen spielen in Deutschland immer noch eine Nebenrolle», klagt Maria Fontana-Eberle. Man dürfe nicht zulassen, dass die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz weiterhin am Widerstand der Union scheitere, so Fontana-Eberle.
Weitere Objekte geplant
Dadurch entstünde der «Fürther Kinderrechteweg», der über die nächsten fünf Jahre mit weiteren Kunstobjekten ergänzt werden soll. «Ich wünsche mir, dass wir vielleicht alle zwei Jahre ein solches Projekt mit Schirmherrn starten können, und noch fünf Skulpturen zu den 10 wichtigsten Kinderrechten dazukommen», sagt Fontana-Eberle. Die Standorte würden dabei in Bezug zu den bearbeiteten Kinderrechten stehen. Es ist geplant, die Metallskulpturen für das «Recht auf Gesundheit» am Eingang der Grundschule Adalbert-Stifter in Oberfürberg und für das «Recht auf Information, frei Meinungsäußerung und Beteiligung» am Schliemann Gymnasium zu positionieren. Eine Fotoserie des Herstellungsprozesseswurde am Weltkindertag ausgestellt.
 
18. September – Weltkindertag
 
Gemeinsam mit vielen Partnern feierte das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt als Mitveranstalter mit dem Stadtjugendring und dem Jugendamt den Weltkindertag im Fürther Südstadtpark
Sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene waren vom vielfältigen Angebot begeistert: Kinder- und Jugendbühne, Spiellandschaften, Erlebnisstationen, Workshops, Theater, Ausstellungen, Infostände, Lesung, Livemusik, buntes Bühnenprogramm.
Alle Aktionspartner haben mit ihren Angeboten den Kinderrechten in Fürth mehr Geltung verschafft:
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt lud alle Kinder ein, zum Recht auf Spiel  zur Gestaltung bunter Freundschaftsarmbänder und stellte die Fotoausstellung zu den fünf Stationen des Kinderrechteweges vor.


29.10. bis 22.11. Kinderkulturwochen
Fotoausstellung Eröffnung im Ludwig-Erhard-Stadtmuseum ‚Kinder in Bewegung’
 
Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Fotografin Susa Schneider im Ludwig-Erhard-Stadtmuseum am 29.10. mit einem Grußwort vom Bürgermeister Markus Braun eröffnet. Viele Grundschüler haben mit ihrer Klassenleitung an der Führung zur Geschichte von Fürth mit Memory Spiel und einer Lesung teilgenommen. Aufgrund der guten Resonanz wurde die Ausstellung bis Ende März 2011 verlängert.  Die Ausstellungsobjekte im Foyer wurden dem Stadtmuseum für weitere Ausstellungen vom Netzwerk Kinderfreundliche Stadt überlassen. Mit diesem Projekt möchte das Netzwerk die Kooperation zwischen Schule und Museum nachhaltig fördern.

11. Dezember - Altstadtweihnacht am Waagplatz

Der Nikolaus las aus dem Buch von Cornelia Funke Weihnachtsgeschichten vor und die Kinder konnten im Anschluss ihre Wünsche an Nikolaus abgeben - die Kleinsten vom Tanzstudio Taktgefühl präsentierten eine Tanzchoreografie.
Ausblick 2011
März  - Kennzeichnung mit Kinderfußabdrücken an fünf Standorte des Kinderrechteweges
Kooperation mit Elan Beschäftigungsinitiative.
März - Kindersprechstunde  zum Recht auf Partizipation
Ausschreibung alle Fürther Grundschulen der 4. Jahrgangsstufe in Kooperation mit FAM.  Malwettbewerb zur Gestaltung eines Logo-Aufklebers zur Kinderfreundlichkeit;  an
28. Mai  Unter dem Motto Weltspieltag ‚Spielorte neu entdecken’ Fußgängerzone mit einer Riesenpuzzle Spielaktion für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene

Juni
Kindersprechstunde zum Recht auf Partizipation

18. Juli - Fürther Entenrennen zum Fürth Festival auf der Pegnitz.

17. September Weltkindertag ‚Recht auf Meinungsäußerung – Kinderrechteweg’
Fürth, März 2011
 
f.d.R. Maria Fontana-Eberle
1. Vorsitzende